Mittwoch, 25. August 2010

Verrückte Welt : Akt 2

Heute Nachmittag las ich auf heise.de oder golem.de eine Meldung zu dem Thema Arbeitgeber und sozialer Netzwerke.
Leider kann ich aus irgendwelchen Gründe diese News auf den beiden Seiten nicht mehr auffinden, aber inhaltlich wird es auch hier thematisiert. Um es eben kurz zusammen zu fassen: Es soll den Arbeitgeber in Zukunft untersagt werden, dass sich deren Personalabteilungen in den bestimmten Social Networks, die nicht für das "Arbeitsleben" genutzt werden, bezüglich ihrer Bewerber umschauen.
Soweit so gut, aber natürlich hat die Sache einen Haken: (Rechtliche) Konsequenzen für Unternehmen, die sich nicht dran halten sind aber nicht vorgesehen.
Also wird unterm Strich alles beim alten bleiben.

Aus diesem Grunde finde ich diesen Vorstoß sehr fragwürdig - nach dieser ganzen Google Street View-Nummer meint die Regierung das Thema Datenschutz sich auf die Fahne schreiben müssen ohne für die Bürger etwas zum Positiven zu verändern. Ich finde es schon merkwürdig, dass sich die werten Herrschaften auf einmal in dieser Hinsicht zum "Beschützer der (virtuellen) Bürgerschaft" aufspielen - während zuvor ähnliche Themen stets mit Füßen getreten wurden.

Ist das politische Sommerloch noch immer nicht überstanden? Versucht man sich zwanghaft irgendwie gut zu stellen? Für mich macht das keinen Sinn und wirkt nicht sonderlich glaubwürdig.

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